Highlights am laufenden Band

An die Stelle des Großen Preises von Deutschland treten die nach Geschlechtern getrennten beiden Läufe zum mit jeweils 20.000 Euro dotierten Deutschland Cup für Vier- und Fünfjährige. Bei den Stuten sticht das Duell der beiden aktuellen Breeders Crown-Siegerinnen Sahara Firebird (Michael Nimczyk) und Brownie Diamant (Robbin Bot) ins Auge, denen vielleicht Lust for Life (Robin Bakker) als schnellste und gewinnreichste Teilnehmerin den Spaß verderben könnte. In der Abteilung für Hengste und Wallache ist der Derby-Zweite und Breeders Crown-Sieger Blizzard Diamant (Robin Bakker) das Aushängeschild, dahinter scheint im Sechser-Feld von Klaus von Herten (Robbin Bot) bis Aladin (Michael Nimczyk) alles möglich zu sein.

Qualität beim Nachwuchs

Überaus ansprechend sind auch die Rennen der jüngeren Jahrgänge besetzt. Während zwei Qualifier zum Dreijährigen-Kriterium Noble Lobell (Robin Bakker), Wisconsin (Robbin Bot) und Roswald Eagle (Marciano Hauber) bzw. die in der Breeders Crown auf den Plätzen eins bis vier landenden Halina (Robin Bakker) Ragazza di Rob (Danny Brouwer), Stella Luna (Robbin Bot) und Express Love (Dennis Spangenberg) als Hauptprotagonisten sehen, scheinen die TCT-Rennen der Zweijährigen naturgemäß etwas offener zu sein. Bei den Hengsten muss sich der zweifache Sieger Hot Shot S (Michael Nimczyk) mit den in Wolvega schnell qualifizierten Sjaak B Boko (Danny Brouwer) und Sian Ka’an SB (Jeffrey Mieras) auseinandersetzen, bei den Stuten fasziniert das Aufeinandertreffen der in der Breeders Crown unglücklich gescheiterten Zoraya (Jaap van Rijn) mit den in 15er-Zeiten qualifizierten Alinghi (Michael Nimczyk) und Amore Barosso (Dion Tesselaar).

Wetträtsel Amateurmeisterschaft

Viele Fahrer werden sich Hoffnungen auf den Titel „Deutscher Amateurmeister“ machen, denn Außenseiter sind unter den zehn Kandidaten kaum zu finden, so dass die mit 4.000 Euro ausgestattete Viererwette eine lohnende Quote bringen sollte. Die besten Aussichten haben der in Bayern stets gegen gute Konkurrenz unterwegs gewesene Barolo Rosso (Stefan Hiendlmeier), der Vorjahres-Zweite Fazomo TroT (Emma Stolle), die stark verbesserte, aber in diesem Feld gewinnärmste Opera O.E. (Julia Holzschuh) oder Seriensieger Tigerhead (Nick Schwarma), doch mindestens für die Plätze drei und vier scheint nahezu alles möglich zu sein.

Wer ist der Steherkönig?

Über die in Deutschland nur selten gelaufene 3.200 Meter-Distanz treffen sich aus drei Bändern absolute Könner. Unter identischen Bedingungen schlug Force of Nature (Robin Bakker) beim Derby-Meeting Tonga (Marciano Hauber), aber auch Red Fire (Michael Nimczyk), Villeneuf (Robbin Bot), Intinori (Victor Gentz) oder Moses Boko (Michel J.H. Wildenhagen) wären ganz vorn keine Überraschung. Für die Dreierwette scheint jeder andere ebenfalls in Betracht zu kommen, so dass es sich angesichts der ausgelobten Garantie von 5.000 Euro besonders lohnen dürfte, den einen oder anderen Euro zusätzlich zu investieren.

10.000 Euro in der V6-Wette

Ebenso viele Möglichkeiten wie in den meisten Rennen bieten sich in der diesmal mit 10.000 Euro Garantie ausgestatteten V6-Wette, die über die Rennen 4-9 läuft. Als mögliche Bankkandidatin könnten viele Wetter zum Auftakt die kürzlich überzeugend siegreiche Signora veloce (Michael Nimczyk) betrachten, alle übrigen Favoriten sind danach mit dem einen oder anderen „aber“ behaftet. Dafür gibt es mehrere Dreierwege, die eine recht hohe Trefferwahrscheinlichkeit besitzen. Im Stuten-Cup (V6-2) können dafür Sahara Firebird, Brownie Diamant und Lust for Life sorgen, im TCT-Classic Race für Stuten (V6-3) Zoraya, Alinghi und Amore Barosso sowie im Dreijährigen-Qualifier der Hengste (V6-5) Noble Lobell, Wisconsin und Roswald Eagle. Während mutige aus den Dreier- auch Zweierwege machen können, fällt die Auswahl in der Amateurmeisterschaft (V6-4) und im „Langen Hamburger“ (V6-6) dagegen eher schwerer. Das Zusammenstellen einer V6-Wette, die einerseits gute Chancen eröffnet und andererseits bezahlbar ist, sollte jedoch für jeden Wetter machbar sein.

Nach dem Großkampftag legt Bahrenfeld eine vierwöchige Pause ein, so dass die nächste Veranstaltung am Reformationstag (Sonnabend, 31. Oktober) ab 12.00 Uhr stattfindet.