Da Capo Diamant hat durchaus Siegchancen
Das Team um Paul Hagoort blickt auf ein arbeitsreiches, aber äußerst erfolgreiches Jahr zurück. Nach dem Sieg im Deutschen Derby wurde inzwischen auch das Niederländische Derby gewonnen, und zwei Pferde aus seinem Stall konnten sich für das UET-Finale qualifizieren. Wir sprachen am Mittwoch mit Paul, kurz vor Beginn des Breeders-Course-Meetings in Jagersro. Er nahm sich die Zeit, um auf seine fünf Starter am Samstag in Hamburg einzugehen.
Ja, bisher hatte er Pech im Rennen. Bei seinem Debüt in Berlin war er unverschuldet in eine Kollision in der letzten Kurve verwickelt. Beim letzten Mal in der Breeders Crown hatte ich Erwartungen, denn er ist nicht schlechter als Sir Francis, der in diesem Rennen Zweiter wurde. Aber Da Capo Diamant sprang an diesem Tag im ersten Bogen. Dieses Mal läuft er mit einem geschlossen Zaum. Die Startnummer 1 ist kein Problem. Er ist sicherlich nicht chancenlos.
Das stimmt. Ihr vorletztes Rennen war der Derby-Vorlauf, dort ging sie von der Spitze aus ins Rennen und schaffte es nicht ins Ziel, weil sie etwas zu heftig war. Wir durften danach zwar im Finale starten, mussten aber aus der zweiten Reihe ins Rennen gehen. Sie musste viel außenherum tun und wurde Sechste. Ihre Form ist gut. Normalerweise legt sie einen schnellen Start hin, aber dieses Mal versuchen wir es eventuell aus dem Feld heraus. Wenn sie dann einen Platz unter den ersten drei ergattert, ist das gut.
Ein Platzgeld – das Feld ist stark. Sie ist beim letzten Mal ordentlich gelaufen, und das erwarte ich jetzt wieder von ihr.
Noble Lobell ist schon eine Weile nicht mehr gelaufen. Er sollte eigentlich in der Breeders Crown starten, blieb dann aber wegen einer Hufgeschwulst im Stall. Er trainiert gut und hat in letzter Zeit viel Schwimmtraining absolviert. Es könnte sein, dass er dieses Rennen noch braucht, aber ich erwarte ihn trotzdem unter den ersten Drei.
Das kann durchaus einen Unterschied machen, gegen ältere Pferde anzutreten. Wir bereiten Blizzard auf einen Start Ende Oktober in Bjerke vor. Das hier ist sozusagen ein „Zwischenrennen“. Er ist nach wie vor in Topform.


