„Luc Paasloo ist fehlerfrei der Beste“
Am Donnerstagmorgen hat Bas Crebas im ersten Rennen in Wolvega, genau wie vor einigen Wochen in Duindigt, vier Starter in einem Rennen. Damals hatte er mit seinem Team zwei Konkurrenten, jetzt sind es vier. Auf Nachfrage gab er damals an, in welcher Reihenfolge seine Pferde seiner Meinung nach ins Ziel kommen würden. Er hatte Recht, außerdem gewann sein als Erstes getipptes Pferd mit einer Quote von 7 zu 1. Schafft er das noch einmal?
Wenn alle vier fehlerfrei bleiben, ist Luc Paasloo der Beste; danach folgen in dieser Reihenfolge Mariekes Boy, Luger und Karla de Pagerie.
Er ist auf jeden Fall der Stärkste der Vier. Das spiegelt sich allerdings nicht in seinen letzten Leistungen wider, denn in Frankreich hat er extrem viel Pech im Rennen. Ende Juli sprang er in einem Rennen für Nachwuchsfahrer im letzten Bogen, als er da nach außen gesteuert wurde. Das ist genau die einzige Stelle, an der man das bei ihm nicht tun sollte – hätte der Fahrer gewartet, bis er auf der Geraden war, hätte er dort gewonnen. Bei seinem vorletzten Start, ebenfalls in einem Rennen für Nachwuchsfahrer, waren auf den letzten Metern noch vier Pferde im Rennen. Das Pferd vor ihm sprang und wurde sofort wieder zurückgenommen. Luc lief mit allen Reserven auf und sprang ebenfalls an. Beim letzten Mal fuhr ich ihn selbst und hatte einen Startplatz in der zweiten Reihe. Ich kam spät frei und er kam super ins Ziel, wir wurden Achte. Er trainiert so gut, dass es unglaublich ist, dass er kein Rennen gewinnen kann. Das muss jetzt endlich mal passieren.
Aber die Form ist gut; beim letzten Mal lief er den letzten Kilometer in 1:12,5. An der Spitze liefen sie jedoch noch schneller. Er lief immer mit Eisen, aber wenn man dort gewinnen will, geht das eigentlich nicht mehr. Deshalb werde ich ihn am Donnerstag mit geklebten Hufeisen testen, die fast nichts wiegen. Wenn das gut läuft, startet er beim nächsten Mal ohne Hufeisen in Enghien.
Luger macht immer brav sein Ding. Karla de Pagerie habe ich mit dazu gesetzt, damit das Rennen stattfinden kann. Gegen diese Pferde ist sie etwas unterlegen.
Das weiß ich nicht. Bei den letzten beiden Rennen hatte er es sehr schwer gegen bessere Pferde, aber trotzdem hat er mich nicht ganz überzeugt. Wir werden sehen, aber wir werden alles tun, um dieses Rennen zu gewinnen.
Im fünften Rennen habe ich zwei schnelle, aber sehr schwierige Pferde, die noch nicht so lange bei mir im Stall stehen. Die Bessere von den beiden ist Majeste Desbois, die beim letzten Mal unter Druck an die Spitze sprang. Sie kann ohne Fehler weit kommen. Und im siebten Rennen fahre ich Pomona Flevo, die beim letzten Mal enorm stark ins Ziel kam und dabei auch noch behindert wurde. Die würde ich ebenfalls im Auge behalten.“

