Gelsenkirchen für Hamburg: PMU-Matinée am Samstag im GelsenTrabPark
Eher ungewöhnliche Umstände führten zu Beginn der Woche zu einem neuen Austragungsort des PMU-Renntags am 10. Januar. Die für diesen Samstag ursprünglich in Hamburg vorgesehene Veranstaltung kann aufgrund des heftigen Wintereinbruchs dort nicht stattfinden, was angesichts der unverändert schlechten Wetterprognose für den Rest der Woche bereits am Montag zur Absage in Bahrenfeld führte. Dort wurde daraufhin schnell und uneigennützig reagiert. Ein kompletter Ausfall des Renntags konnte vermieden werden, indem eine Ausweichmöglichkeit für die vorgesehenen fünf PMU-Rennen gesucht und auch schnell gefunden wurde. Gelsentrab springt für Hamburg in die Bresche und veranstaltet dessen PMU-Quintett nun am Samstagvormittag ab 10:36 Uhr auf dem 1200 Meter-Oval in der Feldmark.
Einmal V4, zweimal Viererwette
Für das wettende Publikum könnte vor allem die V4-Wette (Grundeinsatz: 1 Euro) ein anvisiertes Zielobjekt sein. Eine Garantieauszahlung von 4.000 Euro soll als zusätzlicher Anreiz für die Wette herhalten, die mit dem Start des 2. Rennens beginnen wird. Dort trifft der im Traberwesten noch ungeschlagene 202 Take Five (Robbin Bot) mit 203 Ducati Express (Thomas Reber), 204 Max Hazelaar (Jochen Holzschuh) und 205 South Carolina AS (Michael Nimczyk) gleich auf drei formstarke Kontrahenten. Dazu gesellt sich unter anderem auch noch der erstmals seit seinem 6. Platz im Derby 2024 wieder ins Renngeschehen zurückkehrende und zudem von einem Formfahrer aufgebotene 207 Navajo MH (Marciano Hauber).
Im V4-2 Rennen, das zugleich der Startschuss zur V3-Wette sein wird, könnte der am Neujahrstag früh ausgefallene, hier aber blendend untergekommene 308 Jeps de Guoz (Michael Nimczyk) das zu schlagende Pferd sein. Der vierfache Vorjahressieger bekommt es in diesem Trotteur Français-Rennen vornehmlich mit dem jüngst auch in der Niederlage nicht schlecht gefallenen 303 Kappi de Lemi (Jochen Holzschuh) sowie dem im selben Rennen unterwegs ein wenig unglücklich agierenden, sich in der Zielgeraden aber nochmal klar anzeigenden 304 Irouleguy (Jos Verbeeck) zu tun.
Das V4-3 Rennen, das zugleich die erste von zwei direkt aufeinanderfolgende Viererwett-Prüfungen mit jeweils 2.222 Euro Garantieauszahlung sein wird, sieht in zwei Siegern vom Neujahrstag die Favoriten. Sowohl 404 Purple Flevo (Marciano Hauber), als auch der im Verlaufe des Winters immer mehr gesteigerte und mittlerweile auch in der Startphase deutlich besser zu händelnde 405 Narthex Boko (Michael Nimczyk) können erneut zum Zuge kommen, wobei beide von einem glattgehenden 406 Malaky Fafa (Mario van Dooyeweerd) auf die Probe gestellt werden.
Im abschließenden V4-4, das mit elf Teilnehmern das kopfstärkste Feld des gesamten Tages aufbieten und ebenfalls die Quarté im Wettangebot haben wird, könnte die am schwersten zu lösende Aufgabe der Veranstaltung stecken. Die am 2. Weihnachtstag völlig überlegene Meilensiegerin 504 Glamour As (Michael Nimczyk) wird es diesmal in etwas anspruchsvollerer Garnitur zu tun bekommen, was unter anderem durch eine freilich fehlerfreie 501 Money Shark (Mario van Dooyeweerd und der auf dieser Bahn ihre besten Rennen laufenden 503 First Equos Jet (Cees Hetteling jun.) dokumentiert wird. Auch 505 Pebbles Stone (Marciano Hauber), deren ein Jahr jüngere Halbschwester Ruby Stone erst noch am Dienstag in Mons überzeugend siegreich in ihre Rennlaufbahn starten konnte sowie der formkonstante 507 Trigger (Thomas Reber), der vor neun Tagen hinter einem überlegenen Weile-Sieger „best of the rest“ war, werden hier sicher nicht ohne Ambitionen antreten. 509 Orlando Attack (Jochen Holzschuh) dürfte die beiden Starts nach der langen Pause noch benötigt haben und könnte nun schon um einiges weiter sein. Der so laufgewaltige Wallach, der immerhin fünf seiner acht Siege im „Park“ feiern konnte, gefällt hier als chancenreicher Außenseiter.
Gelsentrab wünscht einen kurzweiligen und erfolgreichen Renntag.
