„Es stimmt nicht, dass ich aufhören will“
Da brodelte aber die Gerüchteküche in letzter Zeit: Ferdinand Veit hört auf, hat es geheißen. Wir haben den Publikumsliebling deshalb vor seinem Start am Mittwoch in Straubing gefragt, was da dran ist. Und „Ferdi“ hat das Gerücht im Wettstar-Interview entkräftet.
Nein, das stimmt nicht. Ja freilich mach ich weiter, solang ich es machen kann. Ich bin erst 81, ich mach es weiter, solang es geht (lacht). Mir geht es gesundheitlich wieder wesentlich besser. Meine Pferde, das sind mein Motor. Und meine Kinder. Ich habe noch zwei Kleine, meine Zwillinge, die ein Jahr alt sind, die machen mir so viel Freude – so wie der Rest meiner Familie. Ich habe acht Kinder, und alle sind toll. Für sie will ich ein Vorbild sein.
Jerry Box ist noch nicht ganz so weit in meinen Augen. Ich hatte eine Trainingspause von fast einem Vierteljahr, weil ich krank war, und es dauert, bis man die Pferde wieder in Schwung hat. Letztes Mal waren vier Derbykandidaten drin, da ist er am Start gar nicht mitgekommen. Diesmal sieht es wieder ein wenig günstiger aus, aber er braucht noch ein wenig.
Ja, Kador ist riesig gegangen in München, da geht es stark vorwärts. Am Ausgang hat er mir noch einen kurzen Fehler gemacht, aber dann hat er einen anderen Gang eingelegt und dann ist es vorwärts gegangen. Er ist ein tolles Pferd, er kam von Emma. Es macht Spaß, dass ich mit ihm eine Chance habe, vorne mitzuhfahren. Er ist ein Würger, aber auch ein bissl ein Lackel, aber lieb. Er ist im Aufwind. Ich wusste nicht, ob ich ihn nochmal hinkriege.
Ich habe nur noch vier Stück, aber die anderen zwei trainiere ich nicht. Ich wollte sie eigentlich verkaufen, aber jetzt hatte ich sie den ganzen Sommer auf der Weide. Die Stute trainiere ich wahrscheinlich nochmal an, zum Verschenken ist sie zu schade. Wenn sie mag, dann kann sie auch was.
Freilich kaufe ich wieder welche, aber nur einen oder zwei – mehr schaffe ich nicht mehr mit 81 Jahren. Von der Emma bekomm ich schon wieder was. Weil ganz Ruhe kann ich noch nicht geben. Nur so weite Fahrten nach Berlin mute ich mir nicht mehr zu. Da bin ich immer drei Tage lang müde.



