Eine Kar­rie­re für die Ewig­keit – das gro­ße Abschieds­in­ter­view mit Andrasch Star­ke

Interview - Rennbahn-Talk
WETTSTAR hat den 10fachen deutschen Champion im Deutschen Sport- und Olympiamuseum in Köln getroffen.

ANDRASCH STARKE, erfolgreichster deutscher Jockey aller Zeiten hat Queen Elisabeth II die Hand geschüttelt, den Prix de l`Arc de Triomphe gewonnen, ist ein Star in Asien und zusammen mit Gerhard Streit der einzige Jockey, der 8 Mal das deutsche Derby gewinnen konnte. Im exklusiven Interview mit Moderator Thorsten Castle erzählt er uns von seinem plötzlichen Rücktritt, wie er über seine Fans denkt und wie er seinen Alltag ab sofort gestaltet. Seid dabei beim großen Rückblick auf eine unglaubliche Karriere: ANDRASCH STARKE und Thorsten Castle am Freitag, den 13. März um 19 Uhr auf YouTube! Hier anschauen!

Vorab ein kleiner Auszug:

Andrasch Starke
Erfolgreichster deutscher Jockey aller Zeiten
Ich würde zu Beginn ganz gern über die King George reden. Du hast danach der Königin die Hand geschüttelt und damit bist Du einer der wenigen Menschen auf der Erde, die das konnten. Sind das auch noch mal so Momente, an die Du dich ewig erinnern wirst

Also das war noch so ein prägender Moment und hat etwas ganz Besonderes. Ich war natürlich echt super nervös und als ich ihr dann die Hand gegeben habe, hatten wir ja noch einen Small Talk. Sie sagte: „Also ich muss mich entschuldigen für diesen hässlichen Ehrenpreis, den habe ich leider nicht ausgesucht.“ Und ja, es war echt rührend und wir haben beide ein bisschen gelacht darüber. Das war auf jeden Fall ein Moment, der bleibt.

Ähnlich hat auch Peter Schiergen das erzählt. Ich habe auch mit ihm über die Situation gesprochen und Du hast lange warten müssen, bis klar war, dass du gewonnen hast. Auf der Linie wusstest Du das noch nicht

Also man weiß als Reiter fast zu 90 %,  auch wenn manche dann fragen: Wie könnt ihr das merken auf dem Pferd, das sie nur mit der Nase vorne waren? Aber man hat echt so ein Gefühl, dass ein kurzer Kopf vorne ist – es macht die Erfahrung oder auch diese vielen Rennen, dass man weiß, man hat gewonnen. Ich hatte, als ich die Ziellinie überquerte, echt das Gefühl, ich habe gewonnen gehabt, wenn nicht kurzer Kopf, aber ich glaube, ich hab’s. Und ich schaue dann zu William Buick, den Reiter von Nathaniel, herüber. Und ich sagte „Ich weiß nicht, ich glaube, ich hab’s.“ Und dann galoppierten wir aus und blieben stehen. Dann dreht man ja mit den den Pferden um und auf einmal schreit das ganze Publikum. Als man von dem Kommentator sagen hörte: Ja, der Sieger ist… konnte ich das nicht hören, also die Nummer oder das Pferd.
Aber ich habe gehört, dass die ganze Tribüne geschrien hat und da der Engländer ja neben mir war, dachte ich, die werden ja nicht alle für Danedream schreien. Da habe ich dann gedacht: „Oh du bist Zweiter.“ Auch etwas weiter, sonst würde eher ein Raunen oder sonst irgendetwas kommen. Weil ich glaube nicht, dass da 90.000 Deutsche waren.
Und da dachte ich während wir diesen Weg zurückgaloppieren so: „Oh nein, du bist Zweiter und ach komm, ist doch gut und auch sehr schön. Aber oh so knapp.“ Und dann komme ich zurück und halte das Pferd an und dann kam die Pflegerin aufs Geläuf und ich sagte so: „Oh ja Zweiter.“ Sie dann aber: „DU HAST DAS GEWONNEN!“ Ich nur so: „Verarsch mich nicht.“